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Dawei

 

Im Minivan fahren wir 7 Stunden in den Süden nach Dawei für 12'000 Kyat. Wir lesen nur von Minivan's die um 18.00 Uhr abfahren und somit um 2 Uhr Morgens ankommen würden. Der Zug würde um 4.30 morgens abfahren. Die haben lustige Abfahrts- und Ankommenszeiten, die Birmanen. Mit Suchen und Geduld finden wir dann doch noch einen, der um 10 Uhr losfährt. Überall sind grosse Baustellen, die Strassen werden neu gebaut. Wahrscheinlich eine positive Folge des Tourismus. In Dawei angekommen nehmen wir ein TukTuk zu unserem Hotel. Die Fahrt dauert 20 Minuten und kostet 12'000 Kyat. Genau gleich viel wie die 7-stündige Busfahrt also. Die Preise in Myanmar stehen in keinem Verhältnis zueinander. Für ein Nachtessen zahlen wir gemeinsam zwischen 1500 Kyat bis 5000 Kyat (1.- bis 3.50 ). Das Essen ist unglaublich toll. Wir wissen oft nicht ganz genau was wir essen, wir können einfach in die Töpfe schauen und Nicken oder den Kopf schütteln. Aber wir sind jedes Mal begeistert. Die Restaurants schliessen früh, wir müssen immer daran denken früh genug zu essen sonst gibt es nichts mehr. Da der Strom in Myanmar sehr sehr teuer ist, sind die Strassen abends völlig dunkel. Viele Haushalte leben noch immer ohne Strom.

 

 

Da wir das Meer schon wieder vermissen, übernachten wir am Maungmagan Beach im Coconut Guesthouse ganz in der Nähe von Dawei. Doch wir sind etwas enttäuscht, der Strand ist nicht so schön, dazu liegt viel Müll herum. Wir mieten uns also am nächsten Tag einen Scooter und fahren die Dawei Halbinsel hinunter. Eine wunderschöne Fahrt. Die Landschaft, die Dörfer so eindrücklich. Zuerst halten wir alle 5 Minuten an, um ein Foto zu schiessen. Bis wir merken, dass es hier überall so schön ist. Von der Hauptstrasse aus, kann man immer wieder nach rechts auf kleine Schotterstrassen abbiegen. Da wir in Myanmar eine SIM Karte gekauft haben, bringt uns Google Maps zuverlässig überall hin. Die Fahrt auf den Schotterstrassen ist nicht ganz einfach, doch die Mühe lohnt sich. Es erwarten einem einsame, wunderschöne Strände. Kilometerlange weisse Sandstrände und kein Mensch, ausser wir. Wie oft gibt es solche wohl noch auf der Welt? Im Norden der Halbinsel Tizit Beach bis in den Süden zu Po Po Kyauk. An einem Strand hat es ein Fischerdorf. Die kleinen Häuschen aus Holz stehen vorne am Strand und haben eine Aussicht, für die man anderswo viel Geld bezhalen muss. Wunderschön.

 

In der Stadt Dawei gibt es ein paar Pagoden zum Besichtigen, Märkte und einen grossen stehenden Buddha. Der sieht sogar mal ein bisschen anders aus. Es gibt nicht besonders viel zu sehen, ausser dem Alltag der Menschen zuzuschauen. Und dafür lohnt es sich in Dawei zu verweilen. Es ist noch sehr ursprünglich und wir könnten stundenlang da sitzen und den Menschen zuschauen.

 

In Dawei hat es auch ein grosses Einkaufscenter. Es wurde erst kürzlich gebaut, wirkt jedoch wie ausgestorben. Viele Geschäftsräume sind leer und es haut kaum Menschen drinnen. Der Supermarkt drinnen ist riesig, hat jedoch nur wenige Regale mit Produkten.

 

Die Menschen hier im Süden sind so freundlich und hilfsbereit. Wenn wir irgendwo auftauchen vergeht keine Minute und es ist jemand bei uns, der uns den Weg zeigen möchte oder uns bei der Beschaffung des Bustickets hilft. Springt der Scooter nicht mehr an, kümmern sich sofort mehrere Birmanen gemeinsam darum.

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