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Myeik (Mergui)

 

In der 8-stündigen Busfahrt nach Myeik lässt der Fahrer eine Kuschelrock CD aus den 90 Jahren laufen. Und bei jedem Lied dreht er noch etwas lauter. Es gefällt ihm :) Die Fahrt ist zur Abwechslung mal sehr holprig und im kleinen Minivan wirklich Achterbahn ähnlich. Wir haben uns lange überlegt, ob wir so weit in den Süden fahren sollen, doch alleine für Myeik lohnt es sich. Es ist eine Hafenstadt, die so ursprünglich wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Wir übernachten im White Pearl Guesthouse für 19'400 Kyat (14.-). Auf einem kleinen Hügel gibt es die Theindawgyi Pagode zu bestaunen, von der man einen schönen Ausblick über die Stadt und den Hafen hat. Am Abend gibt es entlang des Hafens viele Essensstände, wo man guten Seafood isst. Aber am Besten haben wir im lauten und wilden Restaurant n°1 gegessen. Es gibt vorallem indisches Essen, was soooo gut schmeckt und für 2 Personen haben wir 2000-3000 Kyat (1.50- 2.-) bezahlt. Das Restaurant ist sehr gut gefüllt, die Kellner schreien die Bestellungen in die Küche, es geht alles schnell und wild. Uns gefällts.

 

 

Myeik ist kein Badeort, doch es ist gute Ausgangslage um die Inseln des Myeik Archipel zu besuchen. Zu der Inselgruppe sollen bis zu 4000 Inseln zählen. Wunderschöne Sandstrände, einsame Strände voll mit fein geschliffenen Steinen, Schildkröten, Wasserfälle und die Seenomaden Moken. Die Ureinwohner leben auf Schiffen und waren immer unterwegs im Myeik Archipel. Sie sind beliebtes Ziel für Touren und haben langsam begonnen sich auf einzelnen Inseln niederzulassen. Auf einer wurde sogar eine erste Schule gebaut. Doch nicht nur dieses Volk sondern das ganze Archipel ist bedroht. Für Projekte in Singapur wurde Sand von den Inseln geholt und exportiert, Überfischung, illegaler Holzeinschlag und Diebstahl von Schildkröteneiern stellen eine grosse Bedrohung dar.

 

Eine Tagestour kostet ca. 80 USD. Gute Anbieter sind Green Neco Travels & Tours oder Life Seeing Tours. Wir hatten etwas anderes erwartet und waren enttäuscht von dieser Tour. Das Boot fährt uns zu einem zu einem Wasserfall, dann hatten wir kurz Zeit diesen anzuschauen und Fotos zu schiessen. Weiter geht es auf ein Boot zu den Moken, die einem schnell zeigen wie sie leben. Dann können wir noch schnell ein bisschen schnorcheln und fahren weiter zum Mittagessen auf eine der grösseren Inseln. Auf dieser haben die Moken langsam angefangen, sich niederzulassen. Die Kinder warten bereits auf die Touristen und als Dank darf man ihnen dann Süssigkeiten kaufen. Das sieht dann so aus, dass jedes kleine Kind etwa 10 Schokoriegel in der Hand hat. Wir sind ja nicht das einzige Touristenboot, dass an diesem Tag ankommt... Leider ist es nicht möglich die Inseln alleine zu besuchen. Man hat also nicht wirklich die Wahl, wenn man das Archipel besuchen möchte. Wenn man auf den einzelnen Inseln genügend Zeit zum verweilen hat, kann es aber trotzdem schön sein. Die Inseln sind wirklich wunderschön.

 

 

 

Es gibt auch mehrtägige Touren oder auf ganz wenigen Inseln Hotels, für welche man jedoch viel Geld bezahlen muss. Die besten Touren zu den schönsten Touren kann man von Kawthoung aus machen. Da die Touren dort aber sehr teuer sind, haben wir uns für Myeik entschieden. Ist man in den Ferien und muss weniger aufs Budget achten, macht es aber durchaus Sinn noch weiter in den Süden zu reisen.

 

 

Unser Hotel hat Wifi, dass ab und zu funktioniert. Da wir für unser Indien Visum dringend Internet brauchen, suchen wir die Stadt danach ab. In der YY Café & Bakery House soll es scheinbar sehr gutes haben, während unserem Aufenthalt funktioniert es leider nicht. Die Internet Cafés welche wir im Internet gefunden hatten, existieren nicht mehr. Zur Not kann man in die Restaurants der teureren Hotels oder eine lokale SIM Card kaufen.

 

 

 

Den weiten Weg in den Süden, müssen wir auch wieder zurück. Mit dem Bus fahren wir 22 Stunden nach Yangon. Es gibt drei verschiedene, der einfache Bus, der mittlere und der VIP Bus. Die Preise variieren zwischen 21'000 – 33'000 Kyat (15 -23.-). Da bei allen drei keine Toilette im Bus ist, entscheiden wir uns für den mittleren. Und dieser ist völlig in Ordnung, die grösste Herausforderung waren die Toiletten- und Essenspausen. Es gibt bei den Birmanen keine Logik, jedenfalls nicht für uns. Um 23.00 Uhr hält der Bus und alle essen. Um 3 Uhr morgens hält er wieder und es wird einem eine Zahnbürste verteilt und alle essen Frühstück. Und dann hält er sehr lange nicht mehr. Aber wir kommen pünktlich und mit ein bisschen Schlaf in Yangon an.

 

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