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Willkommen in Indien - Praktische Infos für eine Reise durch Indien

Bargeldbezug ohne Gebühren in Indien

Für einen schweizer Franken erhälst du ca. 67 Rupies und für einen Euro ca. 79 Rupies (April 2018).

Beim Geld abheben am Automaten, kommen zu den üblichen Gebühren im Ausland der eigenen Bank noch zusätzliche Transaktionsgebühren der indischen Bank dazu. Nur die State Bank of India und die Federal Bank berechnen, gemäss unseren Erfahrungen, keine zusätzlichen Gebühren. Bei der Federal Bank ist es ausserdem möglich bis zu 40'000 Rupies abzuheben, bei den anderen Geldautomaten sind meist nur 10'000 Rupies möglich.

 

Vor unserer Abreise haben wir ein Konto bei der Deutschen Kreditbank (DKB) eröffnet. Diese bieten zum Konto eine Kreditkarte an, mit welcher im Ausland gebührenfrei Geld abgehoben werden kann.  

Indisches Essen

Das indische Essen ist sehr vielseitig. Es ist oft sehr würzig, aber nicht immer scharf. Wichtig ist, die meisten Speisen werden von Hand gegessen. Für uns war es anfangs sehr ungewohnt und wir hatten Mühe mit unseren Händen zu essen. Auch die Technik ist nicht ganz einfach. Doch es ist ein wichtiger Teil der indischen Kultur und deshalb gilt es üben, üben, üben. Man gewöhnt sich schnell daran und es fängt an richtig Spass zu machen.

 

Typisch sind die indischen Currys, die mit Reis oder indischem Brot gegessen werden. Naan (Brot) wird traditionell im Tandoori Offen gebacken, Chapathi, Roti und Parotha in der Pfanne gebraten. Die Brote werden je nach Region unterschiedlich zubereitet.

Ein beliebtes gericht ist Thali. Man erhält einen Teller mit verschiedenen Currys, Chutneys, Reis und Broten. Es ist meist sehr günstig (60-80 Rupies). Wir lieben es.

 

Chai ist definitiv das Nationalgetränk von Indien und kann zu jeder Uhrzeit überall getrunken werden. Der Schwarztee mit Milch ist meist stark gesüsst. Auf Wunsch machen uns die Inder aber jeweils gerne eine Tasse ohne Zucker. Manchmal gibt es den noch besseren Masala Chai, der nicht nur mit Schwarztee sondern vielen Gewürzen gemacht wird.   

Kleidung, was ziehe ich in Indien an

Die indischen Frauen tragen meist kunterbunte Saris. Ihre Beine und die Schultern sind bedeckt. Aus Respekt und auch um sich vor neugierigen Blicken zu schützen, sollten Touristinnen das Gleiche tun. Lange weite Hosen oder Jupe und ein, nicht zu enges, Oberteil. Diese Kleidung ist auch bei heissen Temperaturen ganz praktisch.

 

Bei männlichen Touristen sind kurze Hosen in Ordnung. Doch auch da gilt, je mehr Haut Mann zeigt, umso mehr wird Mann angeschaut.

  

In Tempeln sollten beide Beine und Schultern bedecken und immer die Schuhe ausziehen.  

Zug fahren in Indien. Die verschiedenen Klassen

Zu jeder Indienreise gehört eine Zugfahrt. Am Besten eine in der Nacht. Es ist eine wunderbare Möglichkeit mit der indischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen und viel Neues zu lernen. Eine Zugfahrt macht einfach Spass und ist ein unvergessliches Erlebnis.

 

AC Klasse

Es gibt AC 1, AC 2 und AC 3. Wir haben nur die AC 3 ausprobiert. Diese unterscheidet sich nicht gross zur Sleeper Class, ausser dass es eine sehr kühle Klimaanlage hat. Für uns war es zu kalt. Es sind drei Betten übereinander, das unterste wird tagsüber für alle als Sitz benutzt. Auf der einen Seite sind nur zwei Betten übereinander. Ist man zu zweit, sollte man wenn möglich diese nehmen.

 

Sleeper

Die Betten sind bequem. Genau wie bei der AC 3 sind drei Betten übereinander, das unterste wird tagsüber für alle als Sitz benutzt. Die Fenster sind offen. Für uns ist dies nicht nur die günstigste, sondern auch die bequemste Klasse.

 

Die Züge können zwar online nachgeschaut werden, doch um die Tickets online kaufen zu können benötigt man eine indische Kreditkarte. Tickets können über Hostel's oder Travelagencies gekauft werden. Immer vorher nachfragen, wie viel auf den Preis drauf geschlagen wird. Einige verlangen nur 60 Rupies, andere viel mehr.

 

Websites für Züge

www.irctc.co.in

www.makemytrip.com

 

https://www.goibibo.com/

Bus fahren in Indien

Tagsüber kann man ohne Problem mit dem Local Bus fahren. Fast alle Ortschaften haben eine Busstation. Dort kann man sich über Abfahrtszeiten und Preise informieren. Innerhalb eines Staates verkehren die meisten Busse alle 30 Minuten oder stündlich. Im Internet findet man vor allem die Privatbusse. Diese sind etwas teurer, die Fahrt dauert aber meist gleich lang wie bei den Localbusen. Privatbusse können mit Klimaanlage (sehr kalt) gebucht werden. Auch diese Tickets können nur mit einer indischen Kreditkarte online gebucht werden.

 

Websites für Buse

https://www.goibibo.com/

 

https://www.redbus.in/

SIM Karte in Indien

Ist man länger als einen Monat in Indien, macht es durchaus Sinn, sich eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Damit kann man nicht nur Hotels, Travelagencies etc. anrufen, sondern kann im Internet Informationen zu Restaurants und Sightseeing suchen und natürlich Google Maps benutzen.

Die meisten Anbieter verkaufen SIM-Karten inkl. Datenpaketen. Die meisten Travellers haben Vodafone oder airtel. Welches wirklich besser ist, können wir nicht sagen.

 

Für eine Vodafone SIM-Karte für drei Monate inkl. gratis Telefonieren und SMS schreiben und 2 GB pro Tag, bezahlten wir 555 Rupies. Die SIM-Karte kann nur in einem offiziellen Vodafonegeschäft gekauft werden. Am Besten im Geschäft warten, bis die SIM aktiviert ist und funktioniert. 

 

Mitbringen:

Pass inkl. Visa

Passfoto

Mobiltelefon

SIM Karte kaufen auf indisch

Hier eine Geschichte zu unserem Vodafone Erlebnis.

 

In Jodhpur erleben wir mal wieder ein typisch indisches Erlebnis. Bei unserer Einreise im Januar haben wir eine SIM-Karte von Vodafone gültig für 6 Monate gekauft. Man sagte uns, wir müssten nach drei Monaten in einem Vodafone Shop erneut Geld aufladen. Bereits vor einer Woche gingen wir in einen Vodafone Shop um frühzeitig Geld aufzuladen. Die Mitarbeitenden hatten keine Ahnung von was wir sprachen und meinten es sei doch alles in Ordnung wenn die SIM noch funktioniere. Wir sollen wieder kommen, falls es abgeschaltet werde. Wir üben uns in indischer Geduld und warten ab. Natürlich funktioniert die SIM-Karte im dümmsten Moment nicht mehr, nämlich als wir in Jodhpur am Busbahnhof ankommen und unser Hostel suchen sollten. Ohne Google Maps und die Taxi App Ola sind wir eigentlich gar nicht mehr überlebensfähig. Im neuen Vodafone Shop dauert es ca. eine halbe Stunde bis ein Mitarbeiter unser Anliegen versteht. Das hängt auch damit zusammen, dass die Inder die Angewohnheit haben einem nicht richtig zuzuhören und denken sie wüssten schon um was es gehe. Nach langem hin und her meint der Mitarbeiter er müsse wissen, in welchem Vodafone Shop in Mumbai wir die SIM gekauft hätten. Er müsse dort anrufen, damit es wieder aktiviert werden könne. Da es in der Millionenstadt Mumbai mehr als einen Shop gibt, finden wir nicht mehr heraus, welcher es war. Es sei eigentlich sowieso einfacher eine neue SIM-Karte zu kaufen, meint der Verkäufer. Wir sind damit einverstanden und er fängt an, Formulare auszufüllen. Wir warten geduldig im auf 16 Grad gekühlten Shop. Die SIM-Karte würde in zwei Stunden aktiviert sein. Eigentlich wollten wir im Shop warten bis es klappt, doch dieser schliesst bald. Natürlich funktioniert die SIM zwei Stunden später noch nicht und auch am nächsten Morgen noch nicht. Wir bemerken, dass die SIM-Karte bereits abgelaufen ist. Also gehen wir zurück in den Shop. Zum Glück ist unser Verkäufer wieder im Laden und zeigt sich überrascht. Er verschwindet in einem Büro und kurz darauf wird unsere SIM aktiviert. Nun müssen wir noch einen Anruf tätigen, um unsere Daten zu bestätigen. Die SIM-Karte von Simi funktioniert 45 Minuten später tatsächlich, doch die von Malou nicht. Wir probieren und warten, doch nichts geschieht. Der liebe Verkäufer immer mit uns, schickt immer wieder einen Mitarbeiter zum Überprüfen. Er meint wir können gerne gehen, es würde dann bald funktionieren. Wir glauben natürlich nichts mehr und wollen warten. Irgendwann geben wir auf und gehen. Als es Stunden später noch immer nicht funktioniert, rufen wir den Verkäufer nochmals an. Er zeigt sich erneut überrascht und kontrolliert alles. Dann meint er, er würde es sofort aktivieren und in fünf Minuten werde die SIM-Karte funktionieren. Ich frage erstaunt nach, ob es denn bisher nicht aktiviert gewesen sei? Er meint nein, er habe jemanden beauftragt es zu machen, aber nicht überprüft. Aber jetzt sei alles in Ordnung.

 

Und die Moral der Geschichte? Wir mögen euch trotzdem liebe Inder und sind immer wieder am Staunen über eure Gelassenheit.  

Taxi App in Indien

Wie in vielen Ländern kann in den grossen Städten Indiens die Taxi App Uber genutzt werden. 

In kleineren Orten funktioniert jedoch nur die Ola App. Diese indische App hat den Vorteil, dass sogar TukTuks bestellt werden können.  

 

Wir sind grosse Fans dieser Apps, weil wir dadurch die realen Preise der Locals kennen. Manchmal nutzen wir es auch nur, um den Preis zu wissen, um dann gut vorbereitet in die Preisverhandlung zu gehen. 

 

Hier die Apps zum herunterladen

 

Ola (Apple)

Ola (Google)

Ola (Microsoft)

 

Uber (Apple)

Uber (Google)

Uber (Microsoft)

Umgang mit Bettlern in Indien

In Indien kommt wird man früher oder später mit bettelnden Menschen und Kindern konfrontiert. Jeder und Jede muss einen eigenen Umgang damit finden, es ist ein schwieriges Thema. 

 

Familien mit Kindern werden teilweise von Bettler-banden missbraucht und müssen Abends das ganze Geld abgeben. Deshalb und auch weil wir Kinderarbeit nicht unterstützen, geben wir diesen Familien und den Kindern kein Geld. Auch kaufen wir ihnen kein Essen, den dieses verkaufen sie zurück an die Verkäufer und erhalten dann das Geld. 

Die Kinder freuen sich aber immer wenn man etwas mit ihnen spielt oder spricht, sie nach ihrem Namen und Alter fragt. Oder wir geben ihnen eine einzelne Frucht, die sie gerade verspeisen können. 

 

Dann gibt es die bettelnden Menschen, welche besonders an touristischen Orten sind. Sie sind ziemlich fordernd und berühren einem auch. Ein klares Nein und weglaufen hilft. 

 

Und dann sind die bettelnden Menschen, welche am Strassenrand sitzen oder umherlaufen. Wir geben immer etwas Geld. 10 Rupies sind angemessen, alles was mehr ist löst grosse Freude in den Menschen aus. Simi gab einer alten Inderin einmal 100 Rupies, sie begann zu weinen vor Freude und konnte ihr Glück kaum fassen. Sie zeigte sich sehr dankbar. 

 

Es ist ein schwieriges Thema auch für uns, jeden Tag von neuem. Es bedrückt einem die Menschen in Not zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass wir mit unserem Geld die Welt bereisen können. Für uns ist es wichtig, den Menschen hier etwas zurückzugeben. Aber eben den Menschen, die es auch wirklich brauchen und nicht irgendwelchen Banden. Ist man unsicher, ob man Geld geben soll oder nicht, hilft es zu beobachten, ob die Inder und Inderinnen auch Geld geben. 

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