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Goa's Strände - Beach Guide

Von Mumbai nach Goa fahren wir mit dem Nachtbus 15 Stunden. Die Nachtbuse in Indien sind toll, wir sparen nicht nur eine Übernachtung es hat sogar richtig Betten in denen wir super schlafen und so erholt am neuen Ort ankommen.

 

Goa ist einer der bekanntesten Orte in Indien. Viele haben schon davon gehört, doch was ist es denn nun genau? Goa ist ein Bundesstaat an der Ostküste Indiens. Bekannt für seine Strände und Partys. Ein Ort in dem sich die guten alten Hippies vor langer Zeit wiederfanden.  

Die Busverbindungen in Goa sind zwar gut, doch mit einem Motobike ist man viel flexibler und kann gut zwischen den Stränden und Dörfern hin und her fahren. Allgemein ist in Goa alles etwas teurer. Kein Wunder, denn es hat in der Hauptsaison viele Touristen, doch die Strände wirken nicht überfüllt.

 

 

Schön ist in Goa die Durchmischung von Jung bis Alt. Wir kommen mit Menschen in Kontakt die seit über 40 Jahren regelmässig hier in die Ferien kommen oder sogar die ganze Saison, Oktober bis März, hier verbringen. Sie haben viele Geschichten zu erzählen und eine der schönsten Beschäftigungen in Goa ist es, diesen Menschen einfach zuzuhören und sich inspirieren zu lassen. Goa hat sich in dieser Zeit stark verändert, doch es ist schön zu hören, dass die „Alteingesessenen“ dies nicht negativ beurteilen. Sie nehmen es wie es ist, anders halt. Kein, „früher war alles besser“, kein hadern. Diese älteren Hippies haben ihr Leben gelebt, ihre Rente ist dafür jetzt klein. Es tut uns so gut zu sehen, wie zufrieden und glücklich diese Menschen sind. Und wie sie einen Weg gefunden haben, mit sehr wenig Geld glücklich zu leben. Auch wir haben Momente wo wir uns Gedanken machen oder Zweifel haben. Wie lange können wir wohl so reisen? Was ist mit dem Geld? Was machen wir wenn wir älter werden? Es bestärkt uns, dass wir für unser eigenes Leben auf dem richtigen Weg sind.

 

Beach Guide  

 

Arambol

Der Strand ist in Ordnung aber nichts spezielles. In Arambol ist das Angebot an Yogakursen und spirituellen Workshops sehr gross. Viele Kurse basieren auf Spenden und man hat so die Möglichkeit Neues auszuprobieren und ausserdem interessante Menschen kennen zu lernen. Einfach in den Strassen nach Plakaten ausschau halten. Es hat auch regelmässig mehrtägige Festivals/Gatherings. Das Shoppingangebot ist gross, nebst den herkömmlichen Touristensouvenir hat es wunderschöne Ledertaschen- und Schuhe. Schöner Schmuck, Kleider etc. Die Preise hier sind etwas günstiger als auf dem bekannten Flea Market und Saturday Night Market. Vielleicht ist es besser, dass wir noch gerade nicht nach Hause gehen, so müssen wir uns gezwungenermassen zurückhalten. Malou hat sich in Arambol Dreadlocks machen lassen. Einfach nach dem Friseursalon Surya & Manu fragen (nähe German Bakery), sie haben viel Erfahrung und häckeln einem wunderschöne Dreads. Aber Vorsicht, es ist schmerzhaft. Kosten für alle Haare 3'500 Rupies (lange Haare).

 

Wer gerne in einem sehr günstigen Hostel übernachten möchte, läuft am Besten durch die Strassen und sucht sich vor Ort ein Zimmer. Viele Hostels sind nicht auf den Buchungsseiten. Wir schlafen im Gecko Guesthouse für 600 Rupie pro Nacht für 3 Personen.  

 

Querim Beach

 

Mit dem Motobike fährt man von Arambol ca. 15 Minuten nördlich zum ruhigen Querim Beach. Ein gemütlicher Strand, es hat auch ein paar wenige Guesthouses. Auf dem Weg dorthin, fährt man an einem grossen Banyan Tree vorbei. Unbedingt anschauen.  

 

Vagator, Chapora, Anjuna

Diese Strände liegen alle sehr nahe beieinander. Ausserdem finden hier die meisten Partys statt. Nach einer Woche in Arambol ziehen wir nach Chapora um, da wir mehr Zeit dort verbringen. Wir finden ein kleines Apartment für 4000 Rupies für 1 Woche (3 Personen). Es liegt gleich hinter dem Kamaxi Restaurant. Viele Familien haben an ihr Haus noch eine kleine Wohnung angebaut, um so etwas Geld zu verdienen. Diese sind nicht im Internet zu finden, einfach auf der Strasse nachfragen. Es ist schön so nahe bei einer indischen Familie leben zu können und man macht ganz andere Erfahrungen als mit den Backpackern in den Hostels :) Nach Arambol fährt man mit dem Motobike 30-40 Minuten.

 

In Anjuna findet jeden Mittwoch ein grosser Flea Market statt. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang kann man mit den Verkäufern um alles Mögliche feilschen. Wir haben uns sagen lassen, dass Gewürze und Tee's manchmal nicht ganz echt oder gestreckt sind. Gut hinschauen. Zwischen Vagator und Anjuna findet der Saturday Night Market statt. Ein riesiger Markt mit Live Musik und grossem Essensangebot. In Vagator hat es ebenfalls einen eindrücklichen Banyan Tree. Am Anjuna Beach essen wir gleich mehrmals im Ben-vita's Restaurant. Auf hohen Stelzen hat es dort wie kleine Zimmer, in welchen man sitzt und gut isst, trinkt und Sisha rauchen kann. Das vorderste mit direktem Blick aufs Meer.  

 

Mapusa und Panaji

 

Die zwei wichtigsten Gründe wieso jemand nach Mapusa kommt sind der Busbahnhof und der tägliche Markt. Panaji ist die Hauptstadt von Goa mit wunderschönen Kolonialbauten. Wer noch etwas anderes als die Strände von Goa sehen möchte, kann hier gut einen Tag verbringen und durch die schönen Gassen schlendern. Die portugiesischen Einflüsse sind hier noch gut sichtbar.  

 

Erst indische Eindrücke

Was wir nach knapp 3 Wochen in Indien mit Sicherheit sagen können. Das indische Volk ist einzigartig und uns gefällt es. Sie bringen uns so oft zum lachen. Wir müssen immer etwas auf der Hut sein, immer wieder versucht jemand noch ein bisschen zusätzliches Geld mit uns zu verdienen. Andererseits sind sie unglaublich hilfsbereit, versuchen immer eine Lösung zu finden. Feilschen ist tatsächlich ihre Lieblingsbeschäftigung, aber immer mit einem grossen Lachen auf dem Gesicht.

 

Gleich in Mumbai wollte sich Simi neue Nike Schuhe kaufen. Er probiert in einem Nike Store ein Modell an, es ist ihm zu gross. Anstatt 42 möchte er gerne ein 41. Der Verkäufer bringt ihm einen neuen Schuh, der sich wirklich etwas kleiner anfühlt. Doch beim näher hinschauen, sehen wir, dass es noch immer Grösse 42 ist. Wir fragen nach und der Verkäufer gibt einfach keine Antwort. Plötzlich schaut er Simi's Fuss genau an und meint: 42 ist die richtige Grösse. Er misst noch und sagt, dies hier seien indische Grössen, die seien anders und es sei eindeutig eine 42 :)

 

Simi wollte Gitarrensaiten kaufen. Er zeigte dem Verkäufer ein Bild mit der Marke welche er in der Schweiz jeweils kaufte. Der Verkäufer nickte sofort und holte ein verstaubtes Päckchen hervor und lächelte charmant. Simi meint, nein das sind aber nicht die gleichen. Doch doch, same same, die Marke hat ein neue Verpackung :)

 

An einer Party hat es einen jungen Inder, welche die Toiletten reinigt und betreut. Simi geht hinein, er kommt sofort auf ihn zu: Hello Sir, und begleitet ihn bis zum Wc. Als er rausgeht streckt er ihm die Hand entgegen, bittet mit einem riesigen Lachen auf dem Gesicht um ein bisschen Geld. Beim nächsten Toilettenbesuch kommt der Inder während dem Pickeln zu ihm, reinigt den Boden, lächelt und hält wieder die Hand hin. Lächelt man dann zurück und schüttelt den Kopf lachen sie noch mehr.

 

In einem Restaurant in Goa treffen wir eine lebensfrohe Didi. So werden in Indien alle älteren Frauen genannt. Sie lacht und macht Witze. Bestellen wir etwas meint sie, Neeiin nimm nicht das. Das schmeckt mir überhaupt nicht. Nimm lieber etwas anderes. Sie macht Witze über uns und wir lachen gemeinsam. Und solche Begegnungen haben wir ganz oft.

 

Es ist toll, dass so viele indische Menschen Englisch sprechen. Sie sind sehr offen und fragen einem viele persönliche Sachen. So kommen wir schnell mit ihnen ins Gespräch und erfahren viel von ihrem interessanten Leben.

 

 

In Goa hat es viele Saisonarbeiter aus dem Norden Indiens und Nepal. Sie erzählen uns begeistert von ihrer Heimat und was wir dort alles besuchen sollen. Wir bekommen viele neue Ideen für unsere nächsten Reiseziele.  

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