· 

Trekking und Kaffeeplantagen in Coorg (Kodagu)

Von der Central Busstation in Mysore fährt alle 30 Minuten ein Bus in die Region Coorg. Der Bus rumpelt durch viele kleine Dörfer, vorbei am Nagarhole Nationalpark. VonanderenTravellernhabenwirgehört, dass sie wilde Elefanten vom Bus aus gesehen haben, ohne die teure Safari zu bezahlen. Gut Ausschau halten also, wir sehen leider keine Tiere. Die Preise für denEintrittund eineSafariinden Nationalpark varieren scheinbar je nach Saison, können jedoch bis zu 3000 Rupies (ca. CHF 43) kosten. Wir erhalten extrem unterschiedliche Angaben. Da es momentan jedochschwierigseiTierezusehen, sparen wir uns das Geld. Obwohl es ganz oben auf unserer Liste steht in Indien wilde Tiere zu beobachten. 

Die Region Coorg ist bekannt für Kaffee- und Gewürzplantagen. Das ist auch der Grund wieso wir hinfahren, Simi der grosse Kaffeeliebhaber will Plantagen besuchen und Kaffee kosten. Wir rechechieren viel über die Region Coorg im Internet, Reiseführern und Reiseblogs, doch irgendwie ist uns Vieles unklar. Also fahren wir einfach mal bis nach Madikeri und müssen feststellen, dass viele der Hotels und Homestays auf den Plantagen teuer sind. Und da wir schon in so einer schönen Naturlandschaft sind, möchten wir aber auch nicht mitten in der Stadt in einem günstigen Hotel sein. Wir setzen uns ins einfache, nicht wirklich einladend aussehende Bahnhofsrestaurant und suchen im Internet eine Unterkunft. Und wie so oft erhalten wir in diesem einfachen Restaurant so feines Essen. Übrigens gelingt es uns mittlerweile ziemlich gut mit den Händen zu essen :) Üben lohnt sich. Auf Airbnb finden wir ein Zimmer im Thelma Homestay für 620 Rupies (ca. CHF 9), sehr günstig im Gegensatz zu den anderen Angeboten. Das kleine Haus sieht schon von aussen wunderschön aus und es wäre toll wir könnten hier Fotos von unseren Gesichtern zeigen, als wir die Türe zum Zimmer öffnen. Zwei grosse Betten mit richtigen, dicken Matrazen. Alles mit viel Liebe eingerichtet und dekoriert. Das moderne Badezimmer mit Fliesen und einer Dusche aus der viel und heisses Wasser kommt. All dies haben wir seit Wochen nicht mehr gesehen und geniessen es deshalb unglaublich fest. Am liebsten würden wir gar nichts unternehmen und einfach ein bisschen im Zimmer bleiben :) Später finden wir heraus, dass das Zimmer normalerweise teurer ist. Weil es jedoch nicht gebucht war, boten sie es so günstig an. Ein tolles Erlebnis und ein schönes Gefühl solch selbstverständliche Sachen wie eine heisse Dusche richtig geniessen und schätzen zu können. 
Am nächsten Morgen mieten wir uns ein Motorrad um die Gegend zu erkunden. Und kommen mal wieder mit der indischen Bürokratie in Kontakt. Indien ist so modern, dass man fast alles im Internet buchen kann. Nur leider funktioniert die Bezahlung mit einer internationalen 
Kreditkarte so gut wie nie. Wieso weiss niemand. Das Motorrad kann nur online gebucht werden. Natürlich sind wir nicht die ersten ausländischen Touristen, doch man könnte es meinen. Eine Stunde und 15 Minuten dauert der Papierkram bis wir endlich auf das Motorrad aufsteigen können. Und obwohl alle wissen, dass die internationalen Kreditkarten nicht funktionieren, probieren es die lieben Mitarbeitenden noch etwa 3 mal. Tiefes durchatmen ist angesagt. Aber die Mühe lohnt sich, die Gegend ist unbeschreiblich schön.

Top Things To Do in Madikeri

Kaffeeplantage

Der Besuch einer Kaffee- und Gewürzplantagen ist ein muss. Wir fahren zur Mercara Gold Estate Coffee Plantation und können dort für 150 Rupies (ca. CHF 2) pro Person an einer Führung teilnehmen. Unsere Führung dauert etwa doppelt so lang, weil Simi tausende von Fragen hat und mit dem Guide über den besten Kaffee philosophiert. Er kostet ausserdem den teuersten Kaffee der Welt, den Kopi Luwak. Schleichkatzen essen die Kaffebohnen, ihre Magenenzyme spalten die Bitterstoffe der Bohnen und sorgen so für den einzigartigen Geschmack. Fazit von Simi, ein sehr eigener und kraftvoller Geschmack. In Indien ist eine Tasse davon bezahlbar, in Europa wird 1 Kilogramm für CHF 900 bis 1400 verkauft. Wir fragen uns, wie das Ganze für diese Schleichkatzen so ist und recherchieren etwas. Dabei stossen wir auf Artikel, dass die Tiere in Käfige gesperrt werden und nur mit den Kaffekirschen gefüttert werden. Das Endprodukt jedoch, wird als Wildsammlung deklariert. Für uns ist dieser Kaffee deshalb nicht vertretbar, ausser es gibt wirklich kleine Produktionen, wo der Kaffee von wilden Tieren gesammelt wird. 
Abbey Falls
Ein schöner Wasserfall, die Fahrt dorthin mit dem Motorrad ist abenteuerlich. Die Löcher in der Strasse sind riesig. 
Madikeri Fort
Hat man zuviel Zeit kann man es anschauen gehen, kann aber auch sehr gut ausgelassen werden. Immerhin die Aussicht ist schön. 
Raja‘s Seat
Schöner Ort um den Sonnenuntergang zu beobachten. 
Trekking
Eine Trekkingtour lohnt sich in dieser wunderschönen Landschaft. Wir machen eine 1 tägige Das Angebot reicht von 1 tägigen bis zu wöchentlichen Touren. Wir entscheiden uns für ein Trekking auf einen 1700 Meter hohen Berg mit einer Übernachtung bei einer Familie in einem Dorf. Wir haben viel Spass mit unserem Guide, Kiran von Coorg Tours & Advenures. Er erzählt uns viel über Pflanzen und Tiere und ist viel am Lachen und Witze erzählen. Ein sehr erfrischender und liebenswerter Inder. Das Büro befindet sich gleich gegenüber des Busbahnhofes in Madikeri. Facebook: Coorg Tours & Adventures, coorgecotrips@gmail.com.

Da wir den Bus von Kushnalagar aus nach Kochi nehmen, nutzen wir die Gelegnheit Bylakuppe und den goldenen Tempel zu besuchen. Der kleine Ort Bylakuppe war 1959 eines der ersten Flüchtlingslager für Tibeter in Südindien. Heute leben hier mehr als 10 000 Tibeter und über 3000 Mönche. Wir besuchen den Tempel während Gebete mit Trommeln und Gesang stattfinden. Es ist sehr behrürend und wunderschön zuzuhören. Malou hat in der Schweiz unteranderem mit tibetischen Flüchtlingen gearbeitet und hat die Arbeit mit diesen Menschen sehr geschätzt. Dieser Ort behrürt sie deshalb vielleicht nochmehr und löst viel in ihr aus. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0