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Holi in Indien und Holi in Kochi

 

Tanzende Menschen voller Farben, wohl eines der bekanntesten Bilder aus Indien. Es entsteht während dem Holi Festival, welches den Frühlingsanfang und den Sieg des Guten über das Böse markiert. Die Menschen in Indien treffen sich auf der Strasse und bewerfen sich mit farbigen Pulver und Wasser. Happy Holi!

 

 

 

Das Holi heisst nicht überall in Indien Holi und wird in den verschiedenen Regionen auch unterschiedlich gefeiert. Es dauert mindestens zwei Tage, am längsten wird es in Mathura gefeiert, ganze 16 Tage lang. An einigen Orten wird in den Tempeln gefeiert und der religiöse Aspekt steht im Vordergrund, an anderen Orten wird mehr auf den Strassen gefeiert und das gemeinsame Zusammensein steht im Vordergrund. In New Delhi, Pushkar, Jaipur und auch anderen Orten gibt es extra Festivitäten für die Touristen. In Varanasi wird ebenfalls gross gefeiert, da dies für die indischen Menschen ein wichtiger, heiliger Ort ist, inkl. vieler Touristen. Mancher Orts wird es ziemlich voll auf den Strasse. Will man mitfeiern, sollte man keine Angst vor Körperkontakt haben. Es kommt also auf den eigenen Geschmack an, wo man das Holi Festival miterleben möchte. Ein wenig Recherche im Voraus lohnt sich.

 

 

Leider hören wir erst als wir im Süden Indiens sind, dass das Holi Festival eher im Norden gefeiert wird. Davon haben wir bisher nichts gelesen und wir freuten uns doch schon so lange darauf, dieses Festival in Indien mitzuerleben. Also suchen wir im Internet nach weiteren Informationen und finden nur wenig. Wennschon, werde es in Kochi im Quartier Matancherry gefeiert, dort wo nordindische Menschen leben würden. Wir kommen also 2 Tage vor dem Holi in Kochi an und beginnen zu fragen wo und wie gefeiert werde. Am Anfang gehen wir noch davon aus, verlässliche Antworten zu erhalten. Doch je mehr Menschen wir fragen, umso unklarer wird alles. Das erste Mal erleben wir selbst das Vorurteil, was wir so oft über Indien gehört hatten. Fragst du drei Leute erhälst du drei verschiedene Antworten. Bis das Holi beginnt, fragen wir bestimmt 30 Leute. Und tatsächlich, 30 unterschiedliche Antworten. Oft können wir darüber lachen, aber wenn wir dann auf die Information angewiesen sind, wird es anstrengend. Und so verläuft unser Holi Festival, chaotisch aber schön. Auf der Suche nach der Feier am ersten Tag werden wir von einer indischen Familie nach Hause eingeladen. Auf einem Platz vor ihrem Haus bewerfen wir uns zu Musik mit Farben und Wasser. Sie seien stolz, dieses wichtige Fest mit Ausländern feiern zu dürfen und servieren uns noch Essen. Am Abend feiern wir dann an einem organisierten Fest in Ernakulam. Wir bezahlen Eintritt, es wird live Bollywood Musik gespielt, getanzt und wild mit Farben und Wasser gespritzt. Am Schluss gibt es noch eine Regendusche für Alle. Der arme Taxifahrer muss uns nass und voller Farbpulver in seinem sehr sauberen Taxi nach Hause fahren. Auch da haben wir viel Spass, es kann eine gute Alternative sein um im Süden zu feiern. Doch zu solchen Feierlichkeiten haben nur indische Familien mit gutem Einkommen Zugang. Da die Kinder im Süden am Holi nicht frei haben, soll am Samstag nochmals gefeiert werden. Wir machen uns nochmals auf ins Quartier Matancherry in Fort Kochi und können nochmals kräftig Farben rumspritzen.

 

 

 

Wo und wie das Holi im Süden gefeiert wird, erhalten wir sehr unterschiedliche Informationen. Wir können also keine klaren Informationen geben, doch aus unserer Sicht wird es im Süden kaum gefeiert. Am besten man fragt die Menschen auf den Strassen. In einigen touristischen Orten im Norden von Indien sind die Strassen sehr voll, wie wir von anderen Travellern erfahren. Besonders Frauen müssen damit rechnen, manchmak „betatscht“ zu werden. Die Feierlichkeiten die extra für die Touristen organisiert werden, können etwas angenehmer sein, doch es hat nur noch wenig mit dem ursprünglichen Holi-Festival zu tun und es wird ohne das indische Volk gefeiert. Ausserdem müssen Übernachtungsmöglichkeiten früh organisiert werden. Für ein nächstes Mal würden wir uns für einen kleineren, nicht so touristischen Ort im Norden Indiens entscheiden.

 

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