· 

Amitapuri, meditieren im Ashram von Amma und Strandtage in Varkala

 

Zumindest ein paar Tage in einem Ashram zu verbringen, gehört bei einer Indienreise fast zum Pflichtprogramm. In dem riesigen Angebot das Richtige zu finden ist nicht einfach. Ein bisschen Recherche im Internet muss wohl sein und wenn genügend Zeit vorhanden ist, am Besten in mehrere gehen. Wichtig ist, etwas über die Philosophie des sogenannten Guru’s (Lehrer) zu lesen.

 

Amma, welche das Ashram Amritapuri in Kerala gegründet hat, reist um die Welt und umarmt Menschen. Schon als sie ein kleines Mädchen war, haben ihre Umarmungen etwas in den Menschen ausgelöst. Sie unterstützt Menschen in Katastrophengebieten, Menschen ohne Obdach, ohne Essen und ohne Bildung. Dort, wo die Unterstützung und das Geld von Regierungen nicht ausreichen oder ankommen.

 

Leider treffen wir Amma nicht persönlich. Was wir von den Anderen über ihre Begegnung mit Amma hören, berührt uns.

 

Ca. 3000 Menschen aus Indien und der ganzen Welt leben in Amritapuri, Andere kommen und gehen. Während unserem Aufenthalt meditieren wir zwei mal täglich während einer Stunde, machen Yoga und nehmen an Zeremonien teil. Beispielsweise die Feuerzeremonie um 5.00 Uhr morgens, um den Tag zu beginnen. Es wird gewünscht, dass Alle ca. 2 Stunden pro Tag etwas für die Gemeinschaft arbeiten, ist jedoch kein Muss.

 

Wer mehr über das Ashram, Amma und ihre Arbeit erfahren möcht:

 

Am Strand von Varkala

 

Bevor wir die lange Fahrt in den Norden Indiens auf uns nehmen, wollen wir noch ein paar Tage am Strand verbringen. Dafür ist Varkala super geeignet. Das kleine Dorf liegt auf einer Klippe über schönen Stränden.

 

Die Wellen sind ziemlich hoch und die Strömung stark. Die indischen Bademeister sind aufmerksam und pfeifen wild, sobald wir zu weit draussen sind. Bei einem morgentlichen Jogging am Strand, entdecken wir nördlich der Klippen wunderschöne, kleine Strände und eine wilde, laute Gruppe von Fischern. Mit riesigen Fischernetzen sind etwa 30 Inder gemeinsam am Fischen. Simi hat sofort mitgeholfen die Langen Fischernetze an Land zu ziehen. Natürlich sind die Inder sich nicht immer ganz einig und es geht laut zu und her. Wir setzen uns, schauen ihnen zu und machen tolle Fotos.

 

 

 

Das Essen am Strand ist etwas teurer. An der Hauptstrasse im Dorf und in der Nähe des Sri Shastha Temple gibt’s günstige, indische Restaurants.

 

 

 

Während wir in Varkala sind, wird ein 8 tägiges Tempelfest gefeiert. Um den Tempel herum hat es viele bunte LED-Lichter und laute Musik bis frühmorgens. Nachtruhestörung ist in Indien kein Thema, wir können uns nicht vorstellen, dass sich jemand ab der Musik stören würde. Für die indische Bevölkerung ist so ein Fest natürlich viel mehr als nur bunte Lichter und laute Musik.

 

 

 

In Varkala übernachten wir im Rams Gratidude Inn. Rama, der Besitzer des Hostel, geht seit sechzehn Jahren jeden Tag ins Dorf und verteilt Essen an hungernde Menschen. Wir dürfen ihn dabei begleiten, das Erlebnis bewegt uns sehr. Mit dem Geld was Rama mit dem Hostel verdient, geht er morgens in ein Restaurant und erhält dort günstig Essensportionen, eingewickelt in Zeitungspapier. Ab und zu erhählt er Spenden von seinen Gästen, doch oftmals reicht das Geld nicht aus um genügend Essen zu kaufen.

 

Die Menschen warten bereits auf ihn. Er macht eine Tour durch die Strassen und normalerweise ins Krankenhaus. Doch ein Tag bevor wir ihn begleiten, wurde er während der Essensverteilung im Spital von den Behöreden weggeschickt. Die indische Bevölkerung bekommt zwar gratis medizinische Grundversorgung, doch Essen ist nicht inbegriffen. Sie verliessen sich während Jahren auf Rama.

 

 

 

Rama ist dankbar für Spenden. Die Spenden gehen zu 100% an das Essen für die hungernden Menschen. Denn Rama hat keine zusätzliche Kosten die er bezahlen muss. Er arbeitet gratis.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0