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Jaipur

Nach einer 42-stündigen Zugfahrt vom Süden in den Norden kommen wir in Jaipur, der Hauptstadt Rajasthan’s, an. Über 3 Millionen Menschen leben hier. Als 1876 ein Prinz von Wales zu Besuch kam, entschied der Maharadscha die Altstadt pink streichen zu lassen, der traditionellen Farbe der Gastfreundschaft.

 

An unserem ersten Tag fallen uns in der Pink City vorallem die verstopften Strassen, verschmutzte Luft und aufdringliche Händler, TukTuk Fahrer und Bettler auf. So, wie wir es zuvor in Indien noch nicht erlebt haben. Jaipur ist eine touristische Stadt, klar ist alles etwas teurer. Doch was die TukTuk Fahrer und Verkäufer hier für Preise verlangen steht in keinem Verhältnis mehr. Ausserdem hat ein: No, thank you“ für sie keine Bedeutung, sie geben bleiben dran und geben nie auf. Wirklich nie.

 

Jaipur hat sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So viele, dass man sich entweder viel Zeit nehmen muss oder aber genau überlegen sollte, was man anschauen will.

Mit einem Kombitickt für 1000 Rupies (ca. CHF 15) kann man in zwei Tagen das Amber Fort, Jantar Mantar, Albert Hall Museum, Nahar Garh Fort, Hawa Mahal, Sisodia Rani Bag, Vidhiyadhar Bag und Sargasuli Isaarlat besuchen.

Wir haben uns für diese Möglichkeit entschieden, würden es jedoch rückblickend nicht mehr so machen. Für nur zwei Tage sind es zuviele Sehenswürdigkeiten. Ist man geschichtlich interessiert, lohnt es sich jeweils einen Führer oder Audio Guide zu nehmen, was Zeit benötigt und mehr kostet. Dasselbe gilt fürs Fotografieren. Es macht Sinn sich vorher zu informieren was einem interessiert und danach nur einzelne Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Es gibt noch mehr zu sehen. Ein guter Überblick gibt die Tourismus Seite von Rajasthan: http://tourism.rajasthan.gov.in/

 

Wir schreiben hier nur über die bekanntesten und grössten Gebäude.

 

 

 

 

Hawa Mahal

Eines der wohl berühmtesten Gebäude in Jaipur, auch bekannt als Palast der Winde. Es wurde 1799 von einem Maharadscha erbaut, damit seine Hofdamen unbemerkt die Geschehnisse in der Stadt beobachten können. Man hat einen Ausblick über die Stadt und kann die vielen Stockwerke hinauf steigen und aus den Fenstern auf die Strasse gucken. Das Sujet, die äussere Fassade des Hawa Mahal, welches am meisten fotografiert wird, kann am Besten von der gegenüberliegenden Strassenseite begutachtet werden. Vom Wind View Café aus, hat man eine tolle Aussicht. Übrigens, um Fotos von uns gemeinsam schiessen zu können, haben wir ein kleines Stativ dabei. Als wir dieses im Hawa Mahal auspacken, kommt sofort ein Sicherheitsmitarbeiter und sagt uns, dies sei verboten. Dies war bereits bei den Ruinen von Hampi der Fall. Wieso konnten uns die Mitarbeitenden jedoch bisher nicht verraten. Selfie-Stick und andere Gadgets sind wiederum nicht verboten.

Amber Fort

Diese Festung (Eintritt 500 Rupies, ca. CHF 7) ist riesig und von einer Mauer umgeben die sich wie die chinesische Mauer durch die Landschaft schlängelt. Es besteht aus gelbem und rosa Sandstein und weissem Marmor und detaillierten Verzierungen. Aufgepasst vor den Sicherheitsmitarbeitern die sich zusätzliches Geld verdienen möchten. Einer winkte uns hinter eine Absperrung und zeigte uns ein geheimes Zimmer mit einer Wassermühle. Er aktzeptierte jedoch ziemlich schnell, dass wir ihm dafür nichts zahlen wollten.

 

Alternativ zum Amber Fort kann auch das Nahargarh Fort oder das Jaigarh Fort besucht werden. Diese kosten nur 200 Rupies (ca. CHF 3) Eintritt und es hat, besonders in der Hochsaison, weniger Touristen.

 

Anfahrt: Gleich in der Nähe des Hawa Mahal, auf der Gegenüberliegenden Seite des Wind View Café fährt der Bus Nr. 29 oder ein roter Bus (Klimatisiert). Diese Buse fahren einem bequem für 20 Rupies (ca. CHF 0.30) zum Amber Fort und wieder zurück.

 

Jal Mahal

Auf dem Weg zum Amber Fort machen wir einen Fotostopp beim Jal Mahal. Der Wasserpalast wurde als Sommerresidenz für eine Herrscherfamilie gebaut.

 

Albert Hall und Central Museum

Das Museum zeigt Skulpturen, Malereien, Kostüme und eine Mumie in dem pompösen Gebäude der Albert Hall.

Wir finden nur wenig günstiges Essen in der Stadt. Wir essen fast immer im Green Restaurant, Shahi Lassi (Gopinath Marg Street). Wir bekommen vom Besitzer jedes Mal ein Bananenlassi spendiert. Lassi sind nämlich die grosse Spezialität in Jaipur. Das Lassiwala soll die besten machen. Wir haben viele ausprobiert und finden tatsächlich auch, dort gibt’s den Besten. Es gibt mittlerweile viele Lassiwala’s, also aufpassen, dass man das Original findet.

 

 

Jaipur ist für uns ein anstrengender Start in Nord-Indien. Es fällt uns nicht einfach mit den Menschen hier geduldig zu bleiben und wir sind uns aus dem Süden ein anderer Umgang gewohnt. Doch wir bleiben optimistisch für die nächste Zeit, wir wollen die Kultur besser kennen lernen und im Norden Indiens ankommen.

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