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Jaisalmer und der Kamel Trip durch die Wüste

Jaisalmer, die Stadt welche nur ca. 300 km von der pakistanischen Grenze entfernt liegt, ist bekannt für Kameltrips in die Wüste. Bereits vor unserer Ankunft haben wir im Internet recherchiert, wie es den um die Haltung, Behandlung dieser Kamele steht und ob ein solcher Trip für uns vertretbar sei. Auch weil ja bekannt ist, dass Elefanten in vielen Ländern in Asien sehr schlecht gehalten werden und unter unwürdigen Bedingungen für die Unterhaltung der Touristen genutzt werden. Wir fanden zwar viele Informationen, doch konnten wir uns keine abschliessende Meinung bilden. Ein Kamel kann wohl mehr oder weniger mit der Haltung eines Pferdes verglichen werden. Das heisst es ist möglich die Tiere würdig zu dressieren ohne ihren Willen wie bei Elefanten brechen zu müssen. Doch wie werden die Tiere in Indien gehalten? Wir wollen uns vor Ort ein Bild machen, bevor wir uns entscheiden. Natürlich ist so etwas in Indien nicht ganz einfach, naja das wäre es wohl überall. Denn wer erzählt uns die Wahrheit und nicht das, was wir als Touristen hören wollen, um uns besser zu fühlen. Wir sprechen mit vielen Menschen vor Ort, unter anderem mit unserem Couchsurfer und entscheiden uns, mit ihm gemeinsam, eine Tour zu starten.

Wir starten mit dem Jeep von Jaisalmer aus in die Wüste. Wir fahren ca. 40 km in das Dorf, wo die Kamele mit ihren Führern leben.

 

Uns beiden liegen solche Touren meist nicht so. Alles ist genau geplant, es ist wenig Platz für die eigenen Bedürfnisse und wir fühlen uns nicht wohl wenn wir ununterbrochen bedient werden. Und in dieser Rolle waren wir auch auf dieser Tour. Wir, die Touristen sitzen auf den Kamelen, die Führer leiten die Kamele. Es wird für uns gekocht, das Bett gemacht und und und. Trotzdem war es für uns eine tolle Erfahrung, sicherlich auch weil wir beide noch nie in der Wüste oder mit Kamelen unterwegs waren. In unserer Anwesenheit wurden die Kamele gut behandelt. Sie mussten pro Tag mit uns ca. 1 Stunde laufen, erhielten Essen und Wasser. Das ist was wir sehen konnten, den Rest können wir nur schwer beurteilen. Doch aus unserer Sicht macht es Sinn, solchen Touren gegenüber kritisch zu bleiben.

Am Ende der Tour gaben wir den Kameltreibern noch ein kleines Trinkgeld als Dankeschön, da dies sehr angebracht ist.

 

Was man auf den Kameltrip in Jaisalmer mitnehmen sollte:

 

  • Kopfbedeckung (ev. auch für Nacken)

  • Sonnenbrille

  • Sonnencreme

  • Warme Kleider für die Nacht

  • Moskitospray

  • Zahnbürste und Zahnpasta

  • Toilettenpapier

  • Bargeld (für Snack’s und Trinkgeld für die Kamelführer)

Jaisalmer, die Wüstenstadt

Auch Jaisalmer hat ihren eigenen Charakter und wir sehen sofort, was sich geändert hat. Alle Häuser der Stadt und auch das Fort erstrahlen in Sandsteinfarben. Deshalb wird sie auch "golden-city" genannt.

Im Vergleich zu den letzten Städten die wir besucht haben, ist Jaisalmer eher eine kleine. Wieder finden wir enge Gassen, welche sich durch die Stadt schlängeln.  Und auch hier gibt es unzählige Shops, welche Schmuck, Tücher und Ledertaschen verkaufen.

Das Fort ist heutzutage nicht mehr ganz so sicher wie früher, da sie mit dem zu hohen Wasserverbrauch wegen den Touristen, konservatorische Probleme haben. Es sind auch schon Gebäude eingestürzt und Menschen dabei gestorben. Deshalb ist das Fort mit Vorsicht zu geniessen.

Wir verbringen viel Zeit hier mit unserem Freund Dilbar, denn wir über "Couchsurfen" kennengelernt haben. 

Mit dem Zug von Jaisalmer nach New Delhi

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